Kabelanschluss in Berlin

Kabelanschluss in Berlin Laut einer Studie von TNS Infratest aus dem März 2009 ist das Breitbandkabel der beliebteste Weg der Berliner für den Heimkino-Genuss: 73,5 Prozent der Hauptstädter nutzen einen Kabelanschluss, um fernzusehen und Radio zu hören. 21,4 Prozent der Kabelkunden beziehen dabei bereits digitales Fernsehen – und lassen sich zunehmend auch über Kabel vernetzen. Seitdem Kabel Deutschland 2003 sein Pilotprojekt „Kabel Internet“ in Berlin startete, ist das die Hauptstadt Vorreiter in Sachen Surfen und Telefonieren über Kabel. Doch was macht die multimediale Nutzung des Kabelanschlusses bei den Berlinern so populär?

Die Vorteile eines Kabelanschlusses

Radio und TV
Wer die Wahl hat, hat die Qual: Mit einem digitalen Kabelanschluss kann man aus einer schier unendlichen Vielfalt an Programmen wählen, darunter viele Sender in HD-Qualität („High Definition“, englisch für hochauflösend) und internationale Programme - für die multikulturellen Hauptstädter ein wichtiger Faktor bei der Anschlusswahl.

Internet und Telefon
Die Berliner sind bekannt für Ihre rasante Fahrweise: 100 Mbit/s Downstream sind bald mit dem Surfen über Kabel möglich – das lässt die herkömmlichen DSL-Fahrer mit einer Höchstgeschwindigkeit von 16 Mbit/s auf der digitalen Datenautobahn alt aussehen und ist vielleicht eine kleine Rache an den realen Ferrari-Fahrern, die überwiegend in anderen Bundesländern unterwegs sind. Das oft knappe Budget der Hauptstädter wird mit den Kabel-Komplett-Paketen mit Telefon- und Internet-Flatrate dagegen nicht belastet: Gegenüber vergleichbaren Angeboten der DSL-Provider ist hier mehrheitlich sogar ein Einsparungspotential von 20-30% möglich.

Voraussetzungen für den Kabelanschluss
Wer die Vorteile des Kabelanschlusses genießen will, muss an das Kabelnetz angeschlossen sein und eine Antennenbuchse in der Wohnung haben. Per Antennenkabel wird dann der Anschluss mit dem TV-Gerät bzw. bei digitalem Fernsehen mit dem Digital-Receiver verbunden. Will man digital Kanäle empfangen, ist eventuell eine Umrüstung der Hausanlage nötig. Die Umrüstung wird dabei vom Kabelunternehmen übernommen, sollte aber mit der Hausverwaltung abgesprochen werden.

Die Umstellung aller deutschen Haushalte auf den digitalen Anschluss war bereits für 2010 geplant, ist allerdings auf 2012 verlängert worden. Für Neukunden bieten die Kabelgesellschaften daher keine rein analogen Anschlüsse mehr an. Der Empfang analoger Programme ist über den Antennenanschluss selbstverständlich weiterhin möglich.

Kosten
Für die Neu-Einrichtung eines Kabelanschlusses fallen Installationskosten, einmalige Anschlusskosten und die monatlichen Gebühren an. Diese variieren je nach dem für welchen Kabelanbieter man sich entscheidet. Berliner haben im Gegensatz zur Mehrheit der Einwohner anderer Bundesländer die Wahl zwischen vier Providern. Für den digitalen Empfang braucht man einen digitalen Receiver, die so genannte Settop-Box. Für den Erhalt digitaler Pay-TV-Sender ist bei einigen Anbietern zudem eine freigeschaltete und registrierte SmartCard notwendig. Mittlerweile gibt es auch Fernseher, die DVB-Signale direkt verarbeiten können. Ein Digital-Receiver ist dann nicht mehr nötig.


Kabelanschluss in Mietwohnungen
In Mietwohnungen gibt es meist eine Hausanlage, über die alle Wohnanlagen versorgt werden. Die gängige Methode ist ein Gemeinschaftsanschluss, den der Vermieter in Auftrag gibt. Die Kabelgesellschaft richtet dann die Hausanlage ein und ein Handwerksunternehmen übernimmt die Verlegung der Kabel bis in die Wohnungen. Die Mieter zahlen die Kosten und monatlichen Gebühren entweder an ihren Vermieter, oder sie schließen einen Zusatzvertrag mit der Kabelgesellschaft ab und zahlen die monatlichen Gebühren an den Netzbetreiber. Kosten für die Bereitstellung des Kabelanschlusses müssen meist weiterhin an den Vermieter gezahlt werden.

Auch eine Hausgemeinschaft kann einen Gemeinschaftsanschluss bei der Kabelgesellschaft
Kabelanbieter Berlin
beantragen. Die Kostenaufteilung wird dabei eventuell problematischer, z. B. wenn Mietparteien ausziehen.

Eine weitere Möglichkeit ist ein Wohnungsanschluss: Der Kabelanbieter installiert hierbei auch die hausinterne Verkabelung und schließt Einzelverträge mit den Mietern ab. Ist noch kein Kabelanschluss im Haus vorhanden, kann ein Mieter auch einen Einzelnutzervertrag abschließen. Die Kosten für Installation und Bereitstellung trägt er dann selbst. Für die Installation muss der Vermieter natürlich sein Einverständnis geben.


Kabelanbieter in Berlin

Kabel Deutschland
Kabel Deutschland, der erste und größte deutsche Kabelanbieter, ist auch weiterhin der Hauptversorger der Berliner Kabelnutzer. Neben den klassischen analogen Kanälen können Kabel Deutschland-Kunden mehr als 100 digitale TV-Kanäle, darunter das Angebot von Sky-TV und einige eigene Programmpakete, u. a. neun internationale Pakete, empfangen. Die meisten von ihnen speist Kabel Deutschland verschlüsselt ins Netz, sodass zum Empfang eine SmartCard nötig ist. Seit der Einführung 2003 können Berliner über das Breitbandkabelnetz im Internet surfen und Telefonieren – selbstverständlich auch mit Doppel-Flatrate oder Einzel-Flatrates. Die Höchstgeschwindigkeit liegt derzeit bei 32 Mbit/s, soll aber ab 2010 flächendeckend auf 100 Mbit/s möglich sein.

TeleColumbus
TeleColumbus ist die viertgrößte Kabelgesellschaft in Deutschland. Die Hauptstadt wird durch die Tochtergesellschaft RKS Berlin versorgt. Kabelkunden können über TeleColumbus 30 analoge und bis zu 100 digitale TV-Sender empfangen. Das digitale Basis-Angebot für Neukunden umfasst die 30 digitalen Free-TV-Pogramme. Kunden, die ihren analogen Anschluss aufrüsten, können 60 weitere digitale Kanäle dazubuchen. Daneben hat TeleColumbus weitere Paketangebote mit digitalen Pay-TV-Kanälen im Programm. Für den Internetzugang sind Bandbreiten mit 1000 KBit pro Sekunde, 6000 KBit/s und 10.000 KBit/s möglich.

PrimaCom
PrimaCom gehört wie TeleColumbus zur Escaline Holding. Die Angebote der beiden Unternehmen ähneln sich dadurch stark. Der digitale Basisanschluss beinhaltet 76 analoge TV- und Radioprogramme. Zusätzlich können bis zu 120 digitalen Sendern gebucht werden. Ebenso wie Telecolumbus offeriert PrimaCom Internet-Tarife mit einer Bandbreite von 1000 KBit/s, 6000 KBit/s oder 10.000 KBit/s.

Versatel Telekabel
Ein weiterer Anbieter in Berlin ist Versatel Telekabel. Neben dem digitalen Kabelanschluss offeriert Versatel Internet-Kombi-Angebote mit oder ohne Telefon-Flatrate. Die Bandbreite liegt bei 6 Mbit/s bzw. 20 Mbit/s Downstream.






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